Projekt

Bionic Fibre® Infill

Ein Einstreugranulat mit faseriger, der Natur nachempfundener Struktur. Als unsichtbare Schicht im Kunstrasen des WM-Finalstadions machte es ein Spielgefühl möglich, das von echtem Rasen kaum zu unterscheiden war.

Über das Projekt

Engineering nach dem Vorbild der Natur

Im Sommer 2015 schaute die Fußballwelt nach Kanada. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde eine Weltmeisterschaft komplett auf Kunstrasen ausgetragen. Im Vorfeld gab es massiven Widerstand: Top-Spielerinnen fürchteten ein hartes, unnatürliches Spielgefühl, ein verändertes Sprungverhalten des Balls und Verbrennungen bei Grätschen. Der Untergrund wurde zur Belastungsprobe für das gesamte Turnier.

Für das Finalstadion in Vancouver musste ein System her, das genau diese Kritikpunkte eliminiert. Ein Kunstrasen ist nur so gut wie das Material, das ihn füllt. Die Lösung war das Einstreugranulat Bionic Fibre®, dessen Entwicklung Jörg Siekmann maßgeblich vorangetrieben hat.

Während herkömmliche Granulate kantig und starr waren, wurde hier die Grundidee der Bionik angewendet: eine feine, faserige und unregelmäßige Struktur, exakt der Natur nachempfunden. Wir haben das Rad nicht neu erfunden — wir haben der Natur abgeschaut, um durch überlegene Ingenieurskunst das perfekte System zu erschaffen.

Projekt-Ziel

Was mit dem Projekt erreicht werden sollte

Die Aufgabe schien unlösbar: Wie konstruiert man ein synthetisches System, das selbst die kritischsten Profis vergessen lässt, dass sie nicht auf echtem Rasen stehen?

Gefordert war ein Einstreugranulat, das die Stöße naturrasenähnlich dämpft, das Sprungverhalten des Balls optimiert, die Hitzeentwicklung reduziert und ein gefahrloses Gleitverhalten bei Grätschen ermöglicht — ohne die gefürchteten Hautverbrennungen. Und das alles unter den Augen einer Weltöffentlichkeit, die den Untergrund bereits vor dem Anpfiff kritisch beobachtete.

Outcome

Das Ergebnis des Projekts

Die feine, faserige Struktur band die Feuchtigkeit an der Oberfläche, ohne sie aufzusaugen — und erzeugte so ein Spielgefühl, das von echtem Rasen kaum noch zu unterscheiden war. Das System funktionierte im Finale hervorragend, die anfängliche Kritik am Untergrund verstummte im Laufe des Turniers. Die bionische Grundidee lebt heute in verwandten Produkten weiter und schützt in gröberer Form als Fallschutz sogar Kinder auf Spielplätzen. Für JSTec steht dieses Projekt für die unsichtbare Schicht: das funktionale Herzstück im Hintergrund, das Verlässlichkeit und Schutz bietet.